VOM ERDINGER MOOSGEIST ZUR INSEL FÜR DIE ZEIT

 

Die Idee, ein Erdzeichen zu planen, entstand 1986 bei dem Künstler Wilhelm Holderied bei seinem Flug über dem mexikanischen Hochland zwischen Mexiko-City und Puerto Escondido.

 

Zuerst ein flüchtiger Gedanke:

 

Diese seit Urzeiten gefaltete Hochland zu einem Zeichen zu formen. Ein Orientierungszeichen auf der Erde zu hinterlegen. Aus diesem, doch etwas maßlosen Gedanken entstand der schöpferische Bogen für den Münchner Flughafen, ein Zeichen der Kunst in die Erde zu legen. Den Blick aus der Vogelperspektive nicht dem entzaubernden technischen Funktionsdenken zu überlassen, sondern ein Zeichen zu finden, welches dieses auf der Erdoberfläche zu einem poetischen Rätsel werden lässt. Ein Symbol für die an- und abfliegenden Passagiere, eine astronomische Spur in die Erde zu zeichnen.

 

Noch in Mexiko hat Wilhelm Holderied viele Zeichen in den Sand am Pazifik geformt.

 

„Alles begann vor vielen Jahren mit der Idee von Wilhelm Holderied, ein großes Fabelwesen, einen Moosgeist, in das Erdinger Moos zu furchen“. (Manfred Steffen, FMG)